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Mittwoch, 25. Januar 2012

Netzwerk - Tipps

Netzwerk - Tipps
systembetreuung scherer


Windows XP, Vista und Seven

Die Anforderungen an heimische Netzwerke steigen: Bei immer größere Datenmengen ist jede Beschleunigung Gold wert.

Dateien sollen zentral gespeichert und von allen Rechnern abrufbar sein. Und dennoch hat die Datensicherheit hohe Priorität. Diese folgenden Tipps helfen Ihnen, die Möglichkeiten Ihres lokalen Netzes optimal zu nutzen.

1. Sechsfach Tempo:
WLAN-Verbindungen nach dem Standard 802.11n sind nur mit WPA2-Verschlüs-selung schnell.

Der WLAN-Standard 802.11n ermöglicht theoretisch Datenraten bis zu 300MBit/s. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Verschlüsselung des Funknetzes mit dem Algorithmus WPA2. Überprüfen Sie daher, welche Verschlüsselung bei Ihrem 802.11n-Router eingestellt ist.
Wenn die Verschlüsselung mit WPA2 erfolgt - was bei vielen Routern voreingestellt ist - sendet der Router nur nach dem Standard 802.11g, das heißt mit höchstens 54 MBit/s.

2. Liste aller Freigaben:
Ein versteckter Befehl zeigt alle Netzwerkfreigaben an und informiert Sie, wer darauf zugreift.

Eine Liste der Freigaben erhalten Sie unter Windows XP, indem Sie [Windows R] drücken und den Befehl

rundll32 ntlanui.dll ShareManage

eingeben. Um eine Freigabe aufzuheben, markieren Sie sie und klicken auf "Freigabe beenden".
Unter Windows 7 zeigt zudem eine versteckte Funktion die Liste an: Öffnen Sie die Computerverwaltung mit [Windows R] und geben Sie

compmgmt.msc

ein. Wechseln Sie zu "System, Freigegebene Ordner, Freigaben". Unter "System, Freigegebene Ordner, Sitzungen" sehen Sie, welche Benutzer über das Netzwerk auf die freigegebenen Ordner zugreifen.


3. Freigaben verstecken:
Das Dollarzeichen versteckt Freigaben vor anderen Nutzern im Netzwerk.

Netzwerkfreigaben sind für jeden sichtbar, auch für den, der keine Leseberechtigung dafür hat. Freigaben verstecken Sie, indem Sie an den Freigabe-Namen das Dollarzeichen anhängen, z.B. "secret$".

4. Rechner im Netz verstecken:
Ein Kommandozeilen-Befehl macht Ihren Rechner im Netzwerk für andere Computer unsichtbar.

Die Netzwerkumgebung von Windows zeigt automatisch alle Rechner im Netzwerk an. Ein kurzer Befehl auf der Kommandozeile lässt Ihren Rechner dort verschwinden.
Öffnen Sie die Kommandozeile, indem Sie "Start, Alle Programme, Zubehör" wählen und unter Windows XP auf "Eingabeaufforderung" klicken. Unter Windows 7 benötigen Sie Administratorrechte: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Eingabeaufforderung" und wählen Sie "Als Administrator ausführen". Dann geben Sie den Befehl:

net config server /hidden:yes

ein. Wenn Sie den Parameter /hidden:yes auf /hidden:no ändern, dann ist Ihr Rechner wieder sichtbar.
Da die Rechnerliste in einem bestimmten Intervall aktualisiert wird, dauert es einen Moment, bis der Rechner aus der Übersicht verschwindet.

5. IP-Adressen anzeigen:
Ein Kommandozeilen-Befehl findet heraus, welche IP-Adressen welchem Netzwerk-adapter gehört.

Sie benötigen die IP-Adresse, um etwa die Erreichbarkeit des jeweiligen Systems über den Ping-Befehl zu testen. Zudem ist die Identifizierung eines PCs bei einigen Anwen-dungen ausschließlich über die vom Router dynamisch vergebene IP-Adresse möglich.
Rufen Sie die Eingabeaufforderung auf und geben den Befehl

ipconfig | more

ein. Die umfangreiche Ausgabe wird durch den Zusatz more nach jeder Bildschirmseite angehalten. Bereits auf der ersten Seite finden Sie die gesuchte Adresse hinter "IPv4-Adresse". Bei Windows XP ist die Information deutlich kürzer.


6. Freien WLAN-Kanal wählen:
Ein freier Kanal, auf dem kein anderes WLAN funkt, vermeidet Empfangsprobleme.

Funknetze teilen die Frequenzen in Kanäle auf. Beim Einrichten des Routers lässt sich festlegen, auf welchem Kanal das WLAN funkt.
Bei vielen Geräten ist der Kanal 6 voreingestellt. Deswegen ist dieser Kanal stark überlaufen und es kommt häufig zu Verbindungsabbrüchen. Wechseln Sie dann mit Ihrem Funknetz auf einen wenig oder gar nicht genutzten Kanal , um Empfangsproblemen aus dem Weg zu gehen.
InSSIDer scannt alle drahtlosen Netzwerke in der Umgebung, misst ihre Signalstärken und gibt Auskunft, auf welchem Kanal die WLANS senden.
Installieren Sie das Tool  und starten Sie es. Wählen Sie im Menü oben rechts Ihren WLAN-Adapter aus und starten Sie die Suche nach Funknetzen mit "Start". Auf der Registerkarte "2.4 GHz Channels" finden Sie WLANs, die nach den Standards 802.11g und 802.11n senden. Wenn Ihr 802.11n-WLAN auf der 5-GHz-Frequenz sendet, dann wählen Sie die Option "5 GHz Channels" aus.
Um den Kanal zu ändern, öffnen Sie das Webinterface Ihres Routers.

7. Ordner richtig freigeben:
In einem Netzwerk mit gemischten Windows-Versionen lassen sich Ordner nur über die Eigenschaften freigeben.

Wenn in Ihrem Heimnetzwerk nur Windows-7-Rechner zum Einsatz kommen, dann haben Sie keine Probleme. Der gegenseitige Zugriff auf Verzeichnisse lässt sich einfach über den Befehl "Freigeben für, Heimnetzgruppe (Lesen/Schreiben)" im jeweiligen Kontextmenü des Ordners erreichen.
Wenn Sie auf den beteiligten Computern jedoch unterschiedliche Windows-Versionen einsetzen, dann funktioniert dieser Weg nicht. Klicken Sie den freizugebenden Ordner in diesem Fall mit der rechten Maustaste an und rufen Sie "Eigenschaften" auf und klicken Sie auf "Erweiterte Freigabe". Aktivieren Sie die Option "Diesen Ordner freigeben" und vergeben Sie über "Hinzufügen" einen individuellen Freigabenamen.
Dann legen Sie über "Berechtigungen" fest, welche Nutzer Zugriff auf die Daten haben sollen. Die geringste Einschränkung nehmen Sie vor, wenn Sie dem standardmäßig vorgegebenen Benutzer "Jeder" die Rechte "Vollzugriff", "Ändern" und "Lesen" zuteilen. Verbinden Sie sich mit dem Verzeichnis, indem Sie den Freigabenamen nach dem Muster \\rechnername\freigabename in das Adressfeld des Windows-Explorers eingeben.

8. Ressourcenmonitor:
Über den Ressourcenmonitor von Windows 7 lassen sich Zugriffe laufender Anwendungen auf das Netzwerk detailliert überwachen.

Das mächtige Tool versteckt sich tief im Startmenü. Sie rufen es über "Start, Alle Programme, Zubehör, Systemprogramme, Ressourcenmonitor" auf.
Auf der Registerkarte "Netzwerk" sind sämtliche Prozesse aufgelistet, die aktuell auf das Netzwerk zugreifen. Diagramme am rechten Rand des Fensters veranschaulichen die Aktivitäten graphisch.
Entdecken Sie in der Liste eine Anwendung, die dort nicht erwarten, dann nehmen Sie sie mit den Funktionen des Tools näher unter die Lupe. Aktivieren Sie das Kästchen vor dem jeweiligen Eintrag. Alle mit zusätzlicher Farbe gekennzeichneten Angaben beziehen sich nun auf die ausgewählte Anwendung.

9. Router als Druck-Server:
Ein an den Router angeschlossener Drucker steht jedem Rechner in Ihrem heimischen Netzwerk zur Verfügung.

Viele Router wie die weit verbreitete Fritzbox Fon WLAN 7170 verfügen über eine USB-Buchse. Schließen Sie dort einen Drucker mit USB-Stecker an. Dabei verhält sich die USB-Buchse der Fritzbox so, als wäre sie eine Verlängerung der USB-Anschlüsse des Rechners.
So richten Sie den Drucker über die Weboberfläche der Fritzbox ein: Geben Sie auf einem Rechner im Netzwerk http://fritz.box in das Adressfeld des Browsers ein. Melden Sie sich mit Ihrem Passwort an und kontrollieren Sie über "Heimnetz, USB-Geräte", ob der Router den Drucker erkannt hat. Dies ist der Fall, wenn neben dem Namen des Druckers "Status: Bereit" steht.
Rufen Sie in Windows 7 "Start, Geräte und Drucker" auf und klicken Sie das Symbol des Druckers mit der rechten Maustaste an Rufen Sie "Druckereigenschaften" auf und wechseln Sie zum Register "Anschlüsse". Schalten Sie die Option "Bidirektionale Unterstützung aktivieren" aus. Klicken Sie auf "Hinzufügen", wählen Sie den Eintrag "Standard TCP/IP Port"  und rufen Sie "Neuer Anschluss" auf. Tragen Sie in die Felder "Druckername oder IP-Adresse" und "Portname" jeweils fritz.box ein. Aktivieren Sie im folgendem Fenster "Zusätzliche Anschlussinformationen erforderlich" die Option "Benutzerdefiniert" und klicken Sie auf "Einstellungen". Bei "Protokoll" sollte "RAW" ausgewählt sein und die "Portnummer" sollte "9100" lauten. Bestätigen Sie die Angaben mit "OK, Weiter" und "Fertigstellen". Der Drucker ist nun einsatzbereit.

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